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Wir schlafen nackt und kiffen!

Egal wie ekstatisch die Liebe sich gebärdet: Früher oder später muss die Leidenschaft auf Standby schalten. Wenn da nicht all die anderen sexbesessenen Paare wären, die einen unter Druck setzen ...

Wilde Spiele finden immer nur in anderen Betten statt. Warum nur!?!
Foto: iStockphotos

Als sie ihn kennen lernte, fand sie es unheimlich scharf, dass er bei seinen T-Shirts öfter mal die Nähte nach außen drehte. Schon beim ersten Treffen war ihr klar geworden: Dieser Mann war irgendwie anders.

Inzwischen leben sie zusammen, und sie weiß schon lange, dass er seine Shirts gelegentlich nur deshalb auf der linken Seite trug, weil er einfach zu schusslig war, es zu bemerken.

Heute achtet sie für ihn darauf. Denn würde er es wieder tun, fände sie es nurmehr: dämlich.

Was ist passiert?
Aus der Nähe betrachtet verlieren die Dinge ihre Faszination. An ihre Stelle tritt die Erkenntnis: "Ich kenne Dich". Und je länger die Beziehung dauert, desto weniger ist dieser Satz positiv zu werten ...

Kurz gesagt: Je verliebter wir sind, desto geheimnisvoller wirkt der andere auf uns. Mit der Zeit macht sich Normalität breit, denn derart ferngesteuert kann ja kein Mensch auf Dauer weitermachen.

Was aber versteht man unter Normalität?
Was für den einen noch Alltag bedeutet, würde ein anderer bereits als alarmierenden "Verfall der Erotik" bezeichnen.

Je länger die Beziehung, desto länger das Beinhaar

Solche Menschen sind Hypochonder und beurteilen das Engagement für eine Partnerschaft auch gern anhand einer Haar-Analyse:
Zu Beginn einer Beziehung ist es ja noch normal, sich direkt vor dem Date die Beine zu rasieren. Im Laufe der Zeit gibt man sich damit zufrieden, dass die Stoppeln nur zu spüren sind, wenn es kalt ist – oder ein Schauer der Erregung die Härchen aufstellen könnte. Ist die Gänsehaut-Phase abgeschlossen, muss der visuelle Test genügen: Sieht man schon was? Am Ende werden die Beine nur rasiert, wenn sie Rock trägt oder zum Baden geht. Das heißt: Im Sommer.

Aber ist das bereits ein Grund zum Verzweifeln?
Es sind schließlich auch noch andere Bereiche betroffen:

Früher haben wir Stunden damit verbracht, unsere Gefühlswallungen in Gedichtform zu gießen, die Gespräche über das Wunder unserer Zuneigung wollten gar kein Ende nehmen. Heute fiele uns dazu nichts mehr ein, außer uns darüber zu wundern, wie viele Formulierungen wir für ein und dieselbe Aussage erfunden haben.

Hin und wieder bemerken wir jetzt eine gewisse innere Unruhe, wenn eine unserer Lieblingssendungen begonnen hat (es werden jede Woche mehr) und der Fernseher noch nicht läuft, weil der Partner sich gerade heute ein romantisches Essen in den Kopf gesetzt hat oder sich unbedingt noch über etwas Wichtiges (was bitte kann sonntags um 20.15 Uhr wichtiger sein als Tatort?!?) unterhalten will.

Mit anderen Worten: Die Leidenschaft wird auf Standby-Modus geschaltet und macht Platz, damit sich der Kuschelfaktor im zwischenmenschlichen Wohnraum ausbreiten kann.

Doch wo liegt die Grenze - kann man sich vor lauter Wohlgefühl ins Platonische kuscheln?

Um diese Frage zu beantworten, sollte man auf verschiedene Anzeichen achten:
- Man frequentiert das Bett, um einfach nur zu schlafen.
- Zum Einschlafen benötigt man keinen Partner und schon gar nicht die Löffelstellung.
- Jeder bleibt unter seiner eigenen Decke.
- Die primären Geschlechtsorgane haben ihren Namen nicht mehr verdient.
- Die einzige Fete, die Sie noch erleben, ist die abendliche Pyjama-Party.
- Gemeinsame Unternehmungen beschränken sich auf jene Minuten, in denen Sie nebeneinander die Zähne putzen.
- Ein Abend vor der Glotze erzeugt ebenso viel Wohlgefühl wie früher ein Abend beim Franzosen um die Ecke.

Alle Fragen mit "ja" beantwortet?
Herzlichen Glückwunsch. Sie haben es geschafft. Endlich Ruhe.

Sicher, es ist nicht leicht zuzugeben: Die Bezeichnung "Leidenschaft" hat in dieser Form des Zusammenlebens nichts mehr zu suchen. Nicht, dass sie verschwunden wäre. Aber sie tritt eher stundenweise auf. Dafür mit voller Wucht – so ist das eben bei Dingen, die mehrere Wochen lang Anlauf nehmen. Und statt des emotionalen Hochgefühls, das in den Keller jagt und Sekunden später wieder hochschnellt, spürt man jetzt einen inneren Frieden.

Das Problem ist nicht mangelnde Leidenschaft. Es ist die Einstellung dazu, die „Leid schafft“. Mit der Leidenschaft ist es nämlich ein bisschen wie mit dem Talent – jeder hätte gern mehr davon. Doch kann sie einen auch ziemlich unter Druck setzen.

Vor allem, wenn man sich mit anderen Paaren vergleicht. Doch lassen Sie sich nicht verwirren!

Auch wenn sie Ihnen erzählen: "Wir schlafen nackt, lieben uns hemmungslos und überall, nehmen Drogen und besuchen dazwischen mehrmals wöchentlich kulturelle Veranstaltungen. Unsere Kinder finden uns total cool, weil wir so ausgeflippt sind" – alles nur Theater!

In Wirklichkeit kämpft irgendwann jeder mit der Panik: "Wir müssen uns was einfallen lassen! Alle anderen rauschen durch den Kosmos der Ekstase, nur bei uns hat sich die Routine breitgemacht."

Wird aus Gewohnheit einfach nur Langeweile, kann man gehen. Doch wenn man das ein- oder zweimal gemacht hat, erkennt man: Auch mit einem neuen Partner landet man an diesem Punkt. Und Gewohnheit kann auch Geborgenheit bedeuten. Es hängt also von der eigenen Einstellung ab.

Egal wie ekstatisch die Liebe sich gebärdet: Früher oder später muss der Wahnsinn sich legen. Anders hält man es nicht durch. Und nicht aus.

Wenn sie unbedingt was Spannendes erleben wollen, drehen sie zwischendurch sein T-Shirt um und schicken Sie ihn damit auf die Straße. Da können Sie sich dann prima aufregen.

(Quelle: sueddeutsche.de/leben/artikel/63/129839)

Was potenziellen Partnern ins Gesicht geschrieben steht


Beim Betrachten eines Gesichts spiegelt die Aktivität im Belohnungszentrum Vorlieben bei der Partnerwahl wider
Die sexuelle Orientierung eines Menschen prägt, wie sein Gehirn auf Gesichter reagiert. Dabei hängt besonders die Aktivität im Belohnungszentrum davon ab, ob das Gegenüber als potenzieller Partner angesehen wird oder nicht, haben Schweizer Forscher entdeckt. Das Gehirn heterosexueller Männer und homosexueller Frauen wird demnach sehr viel stärker von weiblichen als von männlichen Gesichtern stimuliert, während es bei homosexuellen Männern und heterosexuellen Frauen genau umgekehrt ist.

Beim Betrachten eines Gesichts herrscht im Gehirn Hochbetrieb: Teile des Sehzentrums registrieren die Identität sowie soziale Signale wie die Blickrichtung des Gegenübers, das für Emotionen zuständige limbische System verarbeitet die Mimik und Teile des Belohnungssystems bewerten zusammen mit dem so genannten präfrontalen Cortex die Attraktivität der Gesichtszüge. Wie das Gesicht im Ganzen wahrgenommen wird, hängt außerdem von einer ganzen Reihe zusätzlicher Faktoren ab, wie der Vertrautheit mit den Zügen, der momentanen Aufmerksamkeit und der individuellen Gefühlslage. Ob auch die sexuellen Vorlieben eines Menschen die Gesichtswahrnehmung beeinflussen, war bislang nicht bekannt.

Um das zu testen, ließen Kranz und Ishai ihre 40 Probanden Fotos von männlichen und weiblichen Gesichtern betrachten. Gleichzeitig beobachteten sie die Gehirne der zwanzig heterosexuellen und zwanzig homosexuellen Freiwilligen mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie . Bei dieser Methode wird die Durchblutung und damit die Aktivierung verschiedener Hirnareale sichtbar gemacht. Überraschenderweise bewerteten alle Probanden, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung, die Attraktivität der betrachteten Gesichter etwa gleich. Auch die Aktivierungsmuster im Sehzentrum und im limbischen System unterschieden sich nicht deutlich.

Erst im Belohnungszentrum und dem präfrontalen Cortex spiegelten sich die sexuellen Vorlieben der Probanden wider: Hier war die Aktivierung beim Betrachten der Gesichter des sexuell bevorzugten Geschlechts jeweils deutlich stärker als beim Anschauen sexuell uninteressanter Gesichter. Einem potenziellen Sexualpartner wird demnach vom Gehirn ein anderer emotionaler Wert zugeordnet als einem ähnlich attraktiven, aber sexuell nicht interessanten Gegenüber, schreiben die Forscher. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob mit diesem Partner das Zeugen von Nachkommen möglich ist oder nicht – ein Befund, der vom Standpunkt der Evolution aus betrachtet nur schwer erklärbar ist.

(Quelle: ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel)

Frauen stehen auf Humor


Was sind die wichtigsten Eigenschaften bei der Partnerwahl? Eine der weltweit größten Stichproben, die BBC Internet-Studie, zeigt erstaunliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Männer sollten demnach lieber an ihrem Humor feilen als an ihrem Aussehen.

In der BBC Internet-Studie wurde 119.733 Männern und 98462 Frauen aus 53 Ländern eine Liste von 23 Eigenschaften vorgelegt. Frage: Welche sind die drei wichtigsten? Das Ergebnis: Männer achten bei ihrer Partnerinnenwahl erstens auf Intelligenz (49 Prozent unter den Top 3), zweitens auf gutes Aussehen (43 Prozent) und drittens auf Humor (42 Prozent). Für Frauen zählt Humor (53 Prozent) als wichtigste Männer-Eigenschaft, gefolgt von Intelligenz (44 Prozent) und Ehrlichkeit (39 Prozent). Geld und Sozialstatus landeten weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen.

Bei allen Kulturen war der Geschlechterunterschied gleich

Trotz der Top-Position für Intelligenz und Humor: Der größte Geschlechtsunterschied ist das Aussehen der Partner, das den Männern (43 Prozent unter den Top 3) weitaus wichtiger ist als den Frauen (17 Prozent). Und das gilt über alle untersuchten Kulturen hinweg. Vergleicht man die 53 Länder, stellt sich heraus: In ausnahmslos jedem Land legen Männer mehr Wert auf das Aussehen der Frauen als umgekehrt. Forscher Richard Lippa nimmt das als Beleg für biologische Unterschiede, auf die die jeweilige Kultur kaum Einfluss hat. Ganz anders bei Charaktereigenschaften wie Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Humor. Hier sind die Geschlechtspräferenzen in jeder Kultur anders.

Das gilt auch bei der Intelligenz: Hier kommt die Studie zu einer deutlich geschlechterpolitischen Aussage: Ihr zugrunde liegt ein von den Vereinten Nationen entwickelter Indikator, der für jedes Land den Stand der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern angibt. In Ländern mit geringer Gleichberechtigung ist den Frauen die Partner-Intelligenz wichtiger als den Männern. Das Umgekehrte ist der Fall in Ländern mit stärkerem gender empowerment : Hier ist den Männern die Partner-Intelligenz wichtiger als den Frauen. Interessant finde ich an der Studie, dass hier im geschlechterpolitischen Vergleich die Männer nicht nur defensiv und konservativ dastehen: Sie wollen intelligente und attraktive Frauen. Und wenn sie im Gegenzug den hoch bewerteten Humor anbieten, dann steht doch eine unterhaltsame Zukunft zwischen den Geschlechtern bevor.

(Quelle: stern.de/wissenschaft/mensch)

Der Feind an seinem Tisch

Wer kennt das nicht: Sie bestellt "erst mal nichts". Sobald das Essen kommt, stochert sie in seinem Teller herum. Wer nicht als beziehungsunfähig gelten will, sollte das lieber hinnehmen.

Der Feind an meinem Tisch: Gegen weiblichen Mundraub ist Mann machtlos.
Foto: iStockphotos

Etwas, das Frauen und Männer unheimlich oft miteinander tun, ist: miteinander essen gehen. Eigentlich unbegreiflich. Denn gerade in dem Moment, wenn sie ein Restaurant betreten, zeigt sich, wie unterschiedlich sie sind.

Er: geht rein, setzt sich, bestellt. Isst, zahlt, geht.
Jedenfalls würde er das tun, wenn er allein oder in männlicher Begleitung wäre.

Sie: bleibt im Windfang stehen, blickt sich interessiert im Lokal um und überprüft den Raum auf Schwingungen, Luftqualität und Akustik. Ist alles akzeptabel, schickt sie ihren Begleiter zu dem Tisch am Fenster vor, während sie ihren Blick schweifen lässt und weitere Optionen in Betracht zieht. Gerade als er es sich bequem gemacht hat und dem Kellner winken will, beordert sie ihn zu einem anderen Tisch.

In seinen Augen unterscheidet sich der erste vom zweiten Tisch durch nichts - beide haben vier Beine, eine Tischdecke, drum herum stehen Stühle. Nur sie allein ist in der Lage zu erkennen, dass das Licht hier schmeichelhafter ist, die Schwingtür der Küche außer Sichtweite bleibt und keine Zugluft die Nackenhaare aufstellt - kurz gesagt: Dieser Platz eignet sich perfekt für ein romantisches Essen zu zweit.

Romantik oder Essen?

Womit wir beim nächsten Missverständnis wären: "Romantisches Essen". Frauen denken dabei an Romantik. Männer an Essen. Nicht, dass ein Mann keinen Sinn für Romantik hätte. Er würde nur gerne, wenn möglich, satt dabei werden. Einigen Frauen hingegen scheint eine Kombination aus Kerzenlicht, Stoffservietten und Blumen zu genügen. Der Ausdruck "sich satt sehen" erhält damit eine ganz und gar neue Bedeutung.

Mit einer Frau essen zu gehen, kann für einen Mann recht frustrierend sein. Während sie sich darauf beschränkt, kalorien- und schadstoffarme Nahrung zu sich zu nehmen, regen sich bei ihm erste Zweifel, wie man nach einem Glas stillen Wasser und einem gemischten Salat genügend Energie für hemmungslosen Sex haben soll.

Doch auch sie leidet Höllenqualen: Möhrchen knabbernd stiert sie auf den Teller gegenüber. Dort liegt, dampfend und im eigenen Saft, ein deftiges Stück Fleisch. Für einen kurzen Moment steigert sich ihre Begierde in wilde Hungerphantasien. Schließlich wendet sie sich seufzend einer Salatgurke zu.

Schade, denn: Nicht ohne Grund liegen guter Sex und genussvolles Essen nah beieinander. Leider hat eines von beiden ziemlich viele Kalorien. Dieses Dilemma kann einem wirklich den Appetit verderben.

Die meisten Frauen haben deshalb einen ganz eigenen Umgang mit leckerem Essen entwickelt: die Methode der Selbsttäuschung. Sie basiert auf dem Denkansatz: Was ich nicht bestellt habe, kann ich auch nicht gegessen haben. Und was ich nicht esse, macht mich nicht dick.

Er: Hast du schon gewählt?
Sie: Danke, ich will nichts. Aber nimm du doch die Lammkoteletts.
Er : Du weißt doch, dass ich kein Lammfleisch mag.
Sie: Ich aber.
Er : Und warum soll ICH dann Lamm bestellen?
Sie: Falls ich Hunger kriege, wenn das Essen kommt.
Er: Ach. Und was soll ICH dann essen?
Sie: Jetzt sei doch nicht so kompliziert. Vielleicht hab ich ja nachher gar keinen Hunger.

Das Essen kommt. Sie schnappt sich seine Gabel, beginnt in seinem Teller herumzustochern. Zerteilt das Fleisch, zerdrückt Kartoffeln in der Soße und schiebt sich alles in den Mund.

Er: lehnt sich zurück und verschränkt die Arme vor der Brust.
Ihr Kommentar: "Hast du gar keinen Hunger?"

Was ihr in diesem Moment nicht klar ist: Sie stochert nicht nur in seinem Teller ...
Sie wildert in seiner Intimsphäre. Sie vereinnahmt ihn, ergreift Besitz von ihm. Kein Geheimnis ist vor ihr sicher, die Botschaft ist klar: Was deins ist, ist auch meins. Du gehörst mir.

Am liebsten würde er aufstehen und gehen. Eigentlich ist für ihn nicht nur der Abend, sondern die ganze Beziehung gelaufen. Warum nimmt sie nicht gleich den Teller und verteilt den Inhalt unter den übrigen Gästen? Eine Frau, die sein Essen derart hemmungslos mit einer Gabel malträtiert, hat auch keinen Respekt vor seiner Person.

Und während die Mundräuberin noch ahnungslos seine Brokkoliröschen hin- und herrollt, hat er sich bereits in die unerforschten Tiefen seines männlichen Schneckenhauses zurückgezogen. Und zwar möglichst unauffällig, denn: Jedes noch so dezente Zeichen von Unmut würde sofort als gezielte Ablehnung ihrer Person verstanden. Egal wie er reagiert - dasselbe nochmal für sie bestellen, etwas anderes für sich, ein zweites Besteck ordern - er riskiert, in ihren Augen als beziehungsunfähig und sozial verkümmert dazustehen.

Deshalb kann sie sich auch kein bisschen darüber freuen, dass er ihr seinen Teller hinschiebt und sagt: "Hier, iss. Ich bestelle noch eins." Im Gegenteil: Die Botschaft lautet: Ich möchte mit dir nicht von einem Teller essen. Ebenso könnte er sagen: "Du besitzt in meinen Augen die Attraktivität eines schleimigen Grottenolms." Ihre vermeintlich schamlose Aufdringlichkeit hingegen ist in Wirklichkeit nichts als ein Symbol uneingeschränkter Zuneigung.

Immer wieder beschweren sich Frauen, dass der neue Schwarm nach dem ersten oder zweiten Date in die Versenkung verschwand. Aus mangelndem Interesse? Kann vorkommen. Doch sicher gibt es eine nicht unerhebliche Dunkelziffer. Sie besteht aus jenen Männern, denen so viel Vertraulichkeit einfach zu viel ist.

Manche tauchen nach ein paar Tagen wieder auf und wagen einen neuen Versuch: "Einmal Lamm und zum Nachtisch Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Stellen Sie es einfach in die Mitte und legen Sie ein paar Gabeln dazu. Vielleicht kommen noch ihre Freundinnen."

Das ist zwar erzieherisch nicht sehr effektiv. Aber die perfekte Liebeserklärung. Und die einzige Möglichkeit in einer ausweglosen Situation.

(Quelle: sueddeutsche.de/leben/special)